Digitale Höhenmodelle -
Stereopaare 

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Räumliches Sehen

Wir nehmen unsere Umwelt mit zwei Augen wahr. Dabei liefert uns unser linkes Auge ein etwas anderes Bild als unser rechtes. Aus beiden Informationen entsteht in unserem Bewusstsein ein räumliches Bild. Wir können deutlich unterscheiden, ob Gegenstände mehr oder weniger von uns entfernt sind. 
Dieses stereoskopische Sehen lässt sich auch bei der Betrachtung von Geländemodellen einsetzen, wenn es gelingt, zwei Bilder aus leicht verschobenen Perspektiven zu erzeugen.

Erstellung von Stereopaaren

Am Beispiel der Insel Hawaii soll dies im Folgenden vorgestellt werden.

Im Global Mapper ist ein Datensatz aus der Serie "SRTM30 plus" geladen und im "3D View" dargestellt. Das Bild ist mit der Maus so gedreht, dass es genau von oben zu sehen ist. Durch leichtes Verschieben nach rechts erzeugt man eine Ansicht, wie sie sich für das linke Auge ergeben müsste, ...

durch Verschieben nach links einen Anblick von rechts.

Mit Photoshop kombiniert man passende Ausschnitte aus den Bildern nebeneinander. Hilfslinien können dabei die Ausrichtung erleichtern. Die entsprechenden Bildpunkte links und rechts sollten auf dem Bildschirm nicht wesentlich weiter voneinander entfernt sein als der Augenabstand.

Das stereoskopische Betrachten dieser Bilder ohne Hilfen (Stereoskope) bedarf einiger Übung. Als ob man entspannt in die Ferne blickte, muss man die beiden Bilder "aufeinander zu wandern lassen", bis sie sich decken. Dann sieht man drei Bilder nebeneinander, wobei das mittlere einen räumlichen Eindruck erzeugt: Die Inseln erheben sich deutlich über den Boden des Ozeans, und auch die einzelnen Oberflächenformen sind dreidimensional wahrzunehmen.

Verwendete Daten:
SRTM30 plus Version 2 ,ftp://topex.ucsd.edu/pub/srtm30_plus/data, W180N40.Bathymetry.srtm
Verwendete Programme:
Global Mapper 7, Photoshop CS

März 2007

Andreas-Vesalius-Gymnasium
Ritterstr. 4
D - 46485 Wesel

Verantwortlich für die Geo-AG:
Dr. Heribert Becker