Landsat 7: Der NDVI als Analysemöglichkeit

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Der NDVI ("Normalized Differenced Vegetation Index") ist eine Methode, um mit Hilfe der Chlorophyllmenge in den Blattzellen die Biomasse in der Vegetation festzustellen. 

Dabei macht man sich den großen Unterschied des Reflexionsgrades im nahen Infrarot (0,775 – 0,900, Kanal 4) und im roten Licht (0,630 – 0,690, Kanal 3) zu Nutze. Die Wellen des roten Lichtes werden stark von dem Chlorophyll im Blattgewebe absorbiert, während die Wellen des nahen Infrarots fast vollständig reflektiert werden.

So lassen sich äußerlich gleich aussehende Pflanzen in ihrer Vitalität differenzieren. 
Als Formel des NDVI gilt:

 

Die Werte, die für "NIR" (nahes Infrarot) und für "Rot" ("Rotes Licht") eingesetzt werden, sind die Tonwerte. Diese können mit einem geeigneten Bildverarbeitungsprogramm ermittelt werden.

Dieser Rechenweg lässt nur Ergebnisse zwischen "1" und "-1" zu. 

Negative Werte deuten darauf hin, dass der Reflexionsgrad des roten Lichtes größer ist als der des nahen Infrarot. Das dargestellte Objekt enthält also nicht viel Chlorophyll in den Blattzellen und weist damit eine geringe Vitalität auf.
Umgekehrt weist ein positiver NDVI auf "vitale" Pflanzen hin.

Fabian Mumme 
Juni 2007

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